Geniatus

Typenbezeichnung: Geniatus, Famos, Geka, Gloria, Bussines,

Konstrukteur: unbekannt

Hersteller: Fa. Gustav Tietze, Leipzig

Geschichte: Über die eher wie ein Spielzeug anmutende kleine Zeigerschreibmaschine „Geniatus“ (lat. „freundlich“) wird im „Martin“ nur folgendes gesagt:

„Erscheinungsjahr 1924 (?), Eintasterschreibmaschine nach Art der ungefähr zu gleicher Zeit erschienenen Gundka, hat jedoch ein Typenschiffchen statt eines Typenrades. Arbeitet mit Farbband, hat einen normal breiten Wagen, schreibt 90 Zeichen und wurde zu RM 38 einschließlich Tragkoffer verkauft. Deutsches Fabrikat, wurde auch unter den Bezeichnungen Famos, Geka, Gloria verkauft.“

In anderen Quellen wird als Baujahr 1920 oder 1928 genannt. Als Hersteller gilt verschiedentlich die Gundka-Werk GmbH Brandenburg. Dabei bezieht man sich auf die auch gebrauchte Typenbezeichnung „Geka“, den Anfangsbuchstaben der Hersteller der „Gundka“, Greppert und Kelch. Dieser Rückschluss ist nicht richtig.

Der alleiniger Hersteller der „Geniatus“ ist nachweislich die Firma Gustav Tietze AG in Leipzig (s. Prospekt unten). Dort wurden Stempel, Motorenteile und der gleichnamige „Geniatus“-Spielbaukasten gebaut. Diese Firma stellte auch die Schreibmaschinen Famos und Aktiv her.

Die Schriftzeichen der Maschine befinden sich auf einem sog. Harttypenband mit 90 Typen, welches auf einem Schiffchen angebracht ist. Dieses Gummiband, das erstaunlicherweise auch nach ca. 90 Jahren noch funktioniert, läuft entsprechen der Bewegung des Zeigers über eine Rolle, von der das Schriftzeichen durch Herabdrücken des Zeigers zum Abdruck gebracht wird.

Großbuchstaben und Zeichen werden durch die zwei links außerhalb des Maschinengehäuses liegenden Umschalttasten durch Anheben des Schiffchens erzeugt.

Preis damals: 30 Mark

Hergestellte Stückzahl: unbekannt, nicht wenig

 

Firmenansicht 1916 / Quelle: A. Betzwieser
Prospekt ca. 1925 / Quelle: U. Rüscher